Der Sinn des Lebens
Eine Frage die schon so viele Menschen beschäftigt hat...


Ein einfaches Kriterium: erfreuliche Tage

Früh aufwachen und sich auf den Tag freuen können, abends zu Bett gehen
und den Tag als einen lebenswerten der ca. 25-30.000 Tage, die ein
durchschnittliches Leben dauert, bewerten können heißt, daß dieser Tag
- und mit vielen solchen - mein Leben geglückt ist. Anders ausgedrückt:
Lebenswert leben heißt kurz und bündig: genügend positiv empfinden,
spüren, fühlen, erleben, gut gestimmt sein.



Ein einfaches Maß: wer fühlt, der lebt

Hat man das einmal verstanden, so weiß man, wie wichtig es ist,
erlebnisfähig zu sein, Kontakt zu seinen Empfindungen und Gefühlen zu
haben. In dem Maße, wie die Fähigkeit zu empfinden, zu spüren, zu
fühlen, erlebnisfähig zu sein eingeschränkt wird, in dem Maße wird es
schwierig, sein Leben lebenswert zu leben. Man verliert dann die
Grundlage, die Basis und damit fehlt die Orientierung. Je mehr jemand
seine Erlebnisfähigkeit verliert, desto orientierungsloser ist er in
seiner Selbstverwirklichung darauf angewiesen, zu raten oder sich nach
anderen und nach Äußerlichkeiten zu richten. Was für mich selbst
wertvoll, gut und nützlich ist, das kann mir nur mein Empfinden,
Fühlen, Spüren und meine Erlebnisfähigkeit sagen. Daher muß ich diese
Fähigkeit entwickeln und entfalten, bewahren und behüten. Werten können
heißt in erster Linie fühlen können.



Eine einfache Kontrolle: Bewußtheit

Kann man seine Empfindungen, Gefühle und Stimmungen auch noch erklären,
d.h. weiß man, womit sie zusammenhängen, wie sie entstehen,
aufrechterhalten, vermindert oder verstärkt werden, so kann man seine
Lebenswerte bewußt lenken, indem man seine Ziele und Pläne, sein Tun
und Lassen, sein Lernen und Erwerben darauf abstimmt. Man kann auch
sagen, daß man dann Bewußtheit hat.

Für ein glückliches und sinnvolles Leben ist Bewußtheit nicht unbedingt
erforderlich. Wichtig ist, daß man dieses "Wissen" hat und
berücksichtigt, es muß nicht unbedingt bewußt sein, es kann auch
unbewußt sein. Viele Menschen, denen ihr Leben glückt, wissen oft gar
nicht, warum das so ist. Daher fängt man meistens verständlicherweise
auch erst an, sich "Gedanken" zu machen, wenn etwas schief läuft, wenn
nicht genügend positiv empfunden, gespürt, gefühlt, erlebt wird. Das
ist ganz normal im Sinne von üblich und zweckmäßig.



Wie lernt man gut leben?

1. Empfinden & fühlen entwickeln und bewahren.

2. Bewußtheit erlangen.

3. Sich danach richten, d.h.
   
a) Empfindungen und Gefühle als innere Naturereignisse akzeptieren und
    b) die äußeren Verhältnisse, die Natur-und Sozialgesetze einbeziehen.



Gut und sinnvoll lebt, wer nach dem Erwachen sich auf den Tag freuen
und abends beim zu Bett gehen zu sich sagen kann: das war ein
lebenswerter Tag.